Eingaben und Messgrundlage
Nutzliter, Vorfüll- und Betriebsdrücke als bar Überdruck, absoluten Umgebungsdruck und Polytropenexponenten eingeben. Umgebungsdruck wird vor Gasgesetz addiert. Einheitliche Temperaturreferenz verwenden.
Benötigte Flüssigkeitsabgabe (L); Gasvorfüllung (bar Überdruck); Mindestdruck (bar Überdruck); Höchstdruck (bar Überdruck); Absoluter Umgebungsdruck (bar); Polytropenexponent n (1–1,4).
Formel und Berechnung
Pabs = Pgauge + Pambient; V0 = ΔV/[(P0/Pmin)^(1/n) − (P0/Pmax)^(1/n)].
Nenn-Gasvolumen für benötigte Flüssigkeitsabgabe zwischen Mindest- und Höchstdruck schätzen.
Rechenbeispiel
ΔV = 10 L; P0 = 90 bar(g); Pmin = 100 bar(g); Pmax = 200 bar(g); Pambient = 1 bar(a); n = 1 → V0 = 22.31 L.
Ergebnis verstehen
Nennvolumen ist Gasraum bei Vorfüllung vor Flüssigkeitseintritt. Abgabe ist Differenz der Gasvolumina zwischen Betriebsdrücken.
n beschreibt Wärmeverhalten: 1 isotherm, etwa 1,4 für schnelle Stickstoffkompression. Tatsächliche Lade-/Entladeprozesse benötigen gegebenenfalls unterschiedliche Exponenten und Temperaturkorrekturen.
Annahmen und Grenzen
Ideale Gasvolumenschätzung; 1 ≤ n ≤ 1,4. Vorfüllung unter Mindestdruck. Keine Prüfung von Blasenkompression, Durchfluss, Temperatur, Realgas oder Behälterzulassung. Endauswahl mit Hersteller.
Häufige Fragen
Warum Umgebungsdruck addieren? Gasgesetz nutzt Absolutdruck. Überdruckwerte verfälschen Volumen besonders bei niedrigem Druck.